Gut zu wissen

Interessante Fakten rund um Grenada

Welche Sprache wird in Grenada gesprochen? Englisch ist die offizielle Amtssprache, doch die Einheimischen verständigen sich oft auch in einer englischen Kreolsprache oder in einem französisch-afrikanischen Kauderwelsch. Vornehm sagt man dazu „Patois“ oder „Patwa”. „Mein lieber Gott!“ heißt da zum Beispiel “Bun jay!” (vom französischen «Bon Dieu!»).

Die Sprache der Grenader scheint überhaupt keine Vergangenheit zu kennen. Gelebt wird im Hier und Jetzt. Man muss allerdings schon genau hinhören, um alles zu verstehen – in dieser Hinsicht  zählt Geduld nicht gerade zu den Stärken der Grenader.

Womit wird bezahlt? Die offizielle Währung ist der ostkaribische Dollar (East-Caribbean Dollar, abgekürzt EC$ oder XCD). Dieser ist an den US Dollar gekoppelt. Das heißt: Steigt der US-Dollar Kurs, steigt auch der EC$. Ein ostkaribischer Dollar ist rund 0,25€ wert (Stand: Juni 2011). Bezahlen kann man auf Grenada aber auch mit US-Dollar (USD).

Für Reiseschecks erhält man einen besseren Umtauschkurs als für Bargeld, auf Banken einen besseren als in Hotels. Die großen internationalen Kreditkarten (American Express, MasterCard, Visa) werden von den meisten Hotels, Restaurants, Geschäften und Autovermietern akzeptiert. Für die ersten Reisetage sind ein paar US-Dollar empfehlenswert, denn nicht alle Hotels tauschen Euro. 

Wird Trinkgeld gegeben? Auf alle Preise in den Hotels und Restaurants kommt zusätzlich eine Steuer in Höhe von 8%, darüber hinaus meistens noch 10% “Service Charge” (Bedienungsgeld). Trinkgelder werden nicht unbedingt erwartet, aber sie sind, wie in allen Ländern der Erde, gern gesehen. Wenn Sie mit einer Serviceleistung zufrieden sind, dann zeigen Sie sich durch ein kleines Trinkgeld erkenntlich.

Gibt es in Grenada einen Winter? Das Klima in Grenada ist zwar tropisch, aber durch den Passatwind wirkt die Schwüle nicht  drückend, sondern angenehm warm. Die Durchschnittstemperaturen liegen zwischen 24 und 30 °C. Am niedrigsten sind sie zwischen November und Februar – aber immer noch so hoch, dass jeder Europäer gerne in Grenada überwintern würde. Grenada ist also das ganze Jahr über ein attraktives Reiseziel.

Die trockenste Jahreszeit sind die Monate von Januar bis Mai. Von Juni bis Dezember kann es auch mal regnen, aber nur äußerst selten länger als eine Stunde am Stück. Die Regenfälle sind dafür umso heftiger – anschließend lacht jedoch wieder die karibische Sonne vom strahlend blauen Himmel.

 In Grenada wird der Regen übrigens “Liquid Sunshine” („flüssiger Sonnenschein“) genannt. Sollte es dann doch mal zu warm werden, sorgt eine Bergwanderung in der hügeligen Insellandschaft schnell für Abkühlung. 

Besteht in Grenada Hurrikan Gefahr? Grenada liegt insgesamt „unter dem Winde, also am Rand des klassischen Hurrikangürtels. Deswegen ist das Land zum Glück nur sehr selten von den Auswirkungen tropischer Stürme betroffen und noch seltener von echten Hurrikanen.

Zuletzt wurde Grenada im September 2004 von Hurrikan „Ivan“ heimgesucht, der für ziemliche Verwüstung gesorgt hat. Die Schäden wurden in der Zwischenzeit größtenteils behoben. An vielen Stellen wurde die Gelegenheit für Verbesserungen und Erneuerungen der Infrastruktur, als auch im Häuserbau genutzt. Die Grenader verstehen es, selbst einer Naturkatastrophe noch etwas Gutes abzugewinnen.

Welche Kleidung empfiehlt sich? Der Witterung entsprechend ist im Allgemeinen leichte, helle Baumwollkleidung empfehlenswert – wie sie die Einheimischen auch tragen. Bikinis, Miniröcke und Hot-Pants werden auf den Straßen allerdings nicht gern gesehen. Solche Kleidung gehört an den Strand, das sollten auch Urlaubsgäste respektieren.

In Kirchen gilt die Regel, dass Beine und Schultern bedeckt sind. Als Mann: Hut absetzen. Am Strand ist übrigens „volle Montur“ Vorschrift – Damen müssen Badeanzüge oder Bikinis komplett mit Oberteil tragen. Am Abend wird in einigen der vornehmeren Hotels dann etwas elegantere Kleidung erwartet. Das heißt für die Herren, lange Hosen sind Pflicht, Sakko und Krawatte können trotzdem zu Hause bleiben. Dasselbe gilt für Abendkleider bei den Damen.

Brauche ich einen Steckdosenadapter? Die Stromspannung beträgt in Grenada, wie auch in Deutschland und den meisten anderen europäischen Ländern, 220 Volt (Wechselstrom, 50 Hz). Die Steckdosen sehen aber etwas anders aus. Sie stammen noch aus der Kolonialzeit und sehen deshalb wie die britischen Steckdosen aus – für Stecker mit drei Stiften. Es sind also Adapter erforderlich. Am besten legt man sich schon zu Hause einen Satz „Reisestecker“ zu.

Funktionieren europäische Handys in Grenada? Das Telefonieren ist  ganz einfach: Die Vorwahl von Deutschland, Österreich und Schweiz für Gespräche nach Grenada ist: +1-473 (für das Plus wählt man in Deutschland eine Doppelnull),  gefolgt von der siebenstelligen Teilnehmerrufnummer. Diese Vorwahl gilt auch für alle Telefon- und Faxnummern in Grenada. 

Für Gespräche aus dem Urlaub nach Hause (oder sonst wohin) gibt es genügend Münz- und Kartentelefone auf den Hauptinseln. Telefonkarten kann man in den Agenturen der Telefongesellschaft Cable & Wireless und auch auf den Fremdenverkehrsämtern kaufen. Von den meisten Hotels ist eine Direktwahl ins Ausland möglich. In vielen gibt es sogar Faxmöglichkeiten und Zugang zum Internet. Wer aber auf solche Möglichkeiten angewiesen ist, der sollte sich vorher beim Hotel genau erkundigen, ob diese dort zur Verfügung stehen.

Nicht alle deutschen Mobiltelefone funktionieren in Grenada, denn die örtlichen Netzbetreiber arbeiten weitgehend noch nach dem veralteten amerikanischen Netzstandard AMPS. Die Mobilfunknetzbetreiber von Grenada – C&W, Cingular und Digicel – decken mit ihren Netzen außerdem auch nur einen Teil des Landes und der Gewässer zwischen den Inseln ab. 

Kann ich ein FedEx Paket versenden? Die Post dort “Grenada Postal Corporation” (GPC) und hat ihren Hauptsitz in der Lagoon Road am Hafen von St. George’s. Es gibt aber auch jede Menge Postfilialen in allen Städten und Dörfern, die meistens in kleinen Holzbuden untergebracht sind. Hier treffen sich auch viele Einheimische und lesen sich gegenseitig ihre Post vor. Kurierdienste wie z.B. UPS, DHL oder FedEx haben ebenfalls Niederlassungen in Grenada.

Gibt es deutsches Fernsehen? Zum Fernsehen kommt hoffentlich keiner nach Grenada. Der Vollständigkeit halber sei aber erwähnt, dass es im Land drei Fernseh- und acht Rundfunksender gib. Viele Hotels verfügen über Satellitenempfang und bieten ihren Gästen auf diese Weise auch ausländische Fernsehprogramme. Ob deutsche Sender dabei sind, sollten Sie – falls nötig – vorher mit Ihrem Hotel abklären.

Wie sieht es mit der medizinischen Versorgung aus? Im besten Fall werden Sie im Urlaub gar nicht krank – wenn doch keine Sorge, die allgemeine medizinische Versorgung in Grenada ist sehr gut. 

Für den Fall der Fälle hier die wichtigstens Telefonnummern: Das allgemeine Krankenhaus in St. George’s (Tel. 440 2051), ein kleineres in Mirabeau (St. Andrews) an der Ostküste (Tel. 442 7251) und das Princess Royal Hospital in Belair auf der Insel Carriacou (Tel. 443 7400), medizinische Zentren auf Grenada in Tanteen (Tel. 440 7780) und St. Paul’s (Tel. 440 6173) sowie kleinere Kliniken auf Carriacou in Hillsborough (Tel. 443 9198) und Windward (Tel. 443 6415). 

Außerdem gibt es auf Petite Martinique eine kleine Arztpraxis, die einmal pro Woche von einem Amtsarzt aus Carriacou besetzt wird. Im ganzen Land sind Ärzte verschiedener Fachrichtungen vertreten. Ein Besuch kostet rund EC$ 80 (ca. € 24). Wichtig ist vor allem eine Auslandskrankenversicherung. Der telefonische Notruf in Grenada ist – wie in den USA – 911. Diesen sollte man sich einprägen.

Kann man das Leitungswasser trinken? Die hygienischen Verhältnisse in Grenada sind sehr gut. Das Leitungswasser kann man bedenkenlos trinken. Auch Fleisch und Meeresfrüchte, Obst und Gemüse, Milch und Milchprodukte lassen sich sorglos genießen. Die gefürchtete „Rache Montezumas“ trifft zwar hin und wieder Touristen, aber ihre Ursache ist nicht etwa mangelnde Hygiene – europäische Mägen müssen sich einfach zuerst an die fremde Kost gewöhnen. 

Sind spezielle Impfungen vorgeschrieben? Impfungen sind für Reisen nach Grenada nicht vorgeschrieben. Einzige Ausnahme: Bei Aufenthalt in einem Gelbfieberinfektionsgebiet, weniger als eine Woche vor Einreise, ist eine Impfung diesbezüglich nötig.