Grenada - die größte der Inseln

Vulkanlandschaft mit ihren Bergen, Kraterseen und Wasserfällen ist ziemlich abwechslungsreich, mit vielen Tieren und Pflanzen, die man sonst eher selten sieht. Die Farben, Laute und Aromen sind faszinierend. Alle Sinne sind hier ständig gefordert! In den mittleren Höhenlagen geht es durch Regenwald, in den Niederungen durch Trockenwald, und entlang der Küste findet man Mangroven. Wie ein breiter Saum liegen die Sandstrände um die Insel, die außerdem von wunderschönen Korallenriffen umrahmt wird. Insgesamt ist die Insel Grenada etwa 18km breit und ca. doppelt so lang.

Die Insel ist in sechs Verwaltungsbezirke unterteilt, nur dass die hier “Parishes” genannt werden. Einen siebten Bezirk bilden die übrigen Inseln. Im Südwesten der Insel liegt die Hauptstadt St. George mit ihrer hufeisenförmigen natürlichen Hafenbucht, der Carénage. In der Hauptstadt lebt rund ein Drittel der Bevölkerung des Landes. Hübsche, bunte britisch-französische Kolonialarchitektur kann man dort bewundern. Die Stadt gehört zum Bezirk St. George. Ganz in der Nähe findet man herrliche Sandstrände, und das Wetter ist das ganze Jahr über sehr angenehm.

St. David im Südwesten besitzt eine Küste mit kleinen Buchten, größtenteils mit winzigen Sandstränden. Sie eignen sich prima für ein kleines Picknick am Meer. Ansonsten herrscht hier die Landwirtschaft vor: Kakao, Bananen, Muskat und andere Gewürze werden hier ebenso angebaut wie Zuckerrohr.

St. Andrew besitzt unter allen Bezirken die längste Küste. In diesem Bezirk werden aber auch die meisten landwirtschaftlichen Exportgüter produziert. Die Stadt Grenville wurde von den Franzosen früher «La Baye» genannt, heute hat sie den Spitznamen “Rainbow City” – „Regenbogenstadt“.

St. Patrick ist der nördlichste Bezirk der Insel. Hier findet man tolle alte Herrenhäuser aus der Kolonialzeit, teils im Original, teils mit viel Liebe restauriert. Die Hauptstadt Sauteurs (französisch für „Springer“) erhielt ihren Namen, weil sich hier die Kariben auf der Flucht vor den französischen Eroberern vom Fels stürzten.

St. Mark ist der kleinste Bezirk der Insel. Die meisten seiner Einwohner leben entweder vom Fischfang oder arbeiten auf Gutshöfen. Vom Gipfel des Mount St. Catherine, der in diesem Bezirk liegt, kann man die gesamte Insel überblicken. Die heißen Quellen an den Hängen erinnern an den vulkanischen Ursprung des Berges.

Die höchste Erhebung der Insel (und des Landes) ist der Mount St. Catherine mit 840 Metern – also gerade mal so hoch wie ein deutsches Mittelgebirge. Man muss also kein Bergsteiger sein, um dort hochzuwandern. Ein hübsches Ausflugsziel für alle, die nicht nur in der Hängematte liegen wollen.

Zu St. John an der Westküste (also der Karibikküste) gehört auch Gouyave, die „Stadt, die niemals schläft“. Veranstaltungshöhepunkt sind hier jedes Jahr die sogenannten Petrifeiern. Vor dem großen Straßenfest werden Boote und Netze gesegnet, und dann wird bis tief in die Nacht mit Gesang, Tanz und Steelband-Musik gefeiert. Darin sind die Grenader richtig gut.

Am “Fish Friday” grillen die Einheimischen in Gouyave Fische am Straßenrand. Jeden Freitag werden dazu zwei Straßen gesperrt, es werden Verkaufsstände aufgebaut, und an jedem Stand wird eine Fischspezialität verkauft. Natürlich darf das Carib-Bier nicht fehlen, und auch für den Nachtisch wie Süßigkeiten und Eiskrem ist gesorgt.

Gegen 19 Uhr geht’s los, die Veranstaltung kann sich bis in die Morgenstunden ziehen – ein Muss für jeden Grenader und inzwischen auch eine beliebte Attraktion bei Touristen. Gouyave liegt ca. 1 Std. Autofahrt von St. George entfernt. Es werden auch Touren dorthin angeboten, z.B. von Sunsation Tours.