Grenada - Natur

Auch wenn die feuerspeienden Berge von Grenada längst nicht mehr aktiv sind, merkt man doch am gesamten Landschaftsbild, dass diese Inseln irgendwann mal Vulkane waren, die mächtig Lava gespuckt haben.

Der höchste Berg des Landes, der Mount St. Catherine, ist selbst so ein erloschener Vulkangipfel, und die beiden großen Seen Lake Antoine und Grand Étang (französisch für „großer Teich“) haben sich in verstopften Vulkantrichtern gebildet. Den Vulkanen verdankt das Land aber auch den fruchtbaren Boden, auf dem die Landwirtschaft so prächtig gedeiht und auch die grünen Tropenpflanzen üppig wachsen und blühen – Mahagoni- und Eukalyptusbäume, Zedern und viele, viele bunte Blumen. Um so angenehmer ist es, dass man ganz gefahrlos wandern kann, denn vor gefährlichen Tieren braucht man sich selbst im dichtesten Urwald nicht zu fürchten. Hier begegnet man allenfalls ein paar harmlosen Geckos, Gürteltieren oder den kleinen Mona-Äffchen.

Den Naturschutz nimmt man auf Grenada sehr ernst. Es ist selbstverständlich verboten, Pflanzen und Tiere aus der Natur mitzunehmen. Schatzi und Sweety waren hier, 2009- muss nun wirklich nicht in Baumrinden geritzt werden. Und selbstverständlich sollte man auch alle Abfälle wieder mitnehmen und ordnungsgemäß entsorgen. Spätestens im Hotel gibt’s dafür ordentliche Mülleimer!Nationalparks und NaturschutzgebieteWährend sich der Tourismus in Grenada n den letzten beiden Jahrzehnten flott entwickelt hat, wurden auch große Teile der Natur unter Schutz gestellt – damit der Fremdenverkehr nicht auf Kosten der Naturschätze geht, die viele der Besucher ja möglichst intakt erleben möchten! Bereits ein Neuntel der Landfläche sind Nationalparks, Naturreservate oder Tierschutzgebiete.

Die saftig grüne Gebirgslandschaft Grenadas wurde damit nicht nur für eingefleischte Naturfreunde und Ökofreaks zu einem attraktiven Ausflugsziel. Besonders beliebt ist der Regenwald um den Grand Étang National Park and Forest Reserve im Bezirk St. Andrew, hoch oben in den Bergen in der Mitte der Insel Grenada.Auf der Insel Grenada findet man außerdem den 182 Hektar großen Levera National Park an der Küste von St. Patrick. In den Mangroven leben unzählige Vogelarten, und gleich vor der Küste tummeln sich bunte Fischschwärme im Korallenriff. An den Strand kommen sogar von Mai bis September Meeresschildkröten zur Eiablage. Sie stehen unter Schutz und dürfen nicht gestört werden. An Wochenenden sind die Strände aber auch bei zweibeinigen Besuchern sehr beliebt. Auf Carriacou gibt es den Belair National Park mit Ruinen britischer und französischer Kolonialbauten und einer alten Windmühle, die für die Herstellung von Zucker verwendet wurde. Vom Top Hill genießt man eine herrliche Aussicht.

Der High North Peak ist mit 291 Metern die höchste Erhebung auf Carriacou. Auch er ist als Nationalpark geschützt. Für Wanderungen kann man sich vor Ort einen Führer anheuern. Da macht das Ganze noch mehr Spaß, weil man alles erklärt bekommt, was man am Rande so sieht.Zwei Inseln in der Nähe von Carriacou stehen ebenfalls unter Naturschutz: Sandy Island Marine Park ist mit seinen Korallenriffen ein beliebtes Tauch- und Schnorchelrevier. Wer die Unterwasserwelt noch nie mit eigenen Augen gesehen hat, der sollte spätestens hier mit dem Schnorcheln anfangen oder sogar das Tauchen lernen. Auch vor White Island kann man prima schnorcheln, während die Insel selbst zum Picknicken einlädt.